Ratinger gegen Fluglärm e.V. hat zwei Gutachten erstellen lassen, die die untragbaren Folgen einer Steigerung der Flugbewegungen am Düsseldorfer Flughafen darstellen. Professor Rainer Guski hat die gesundheitlichen Risiken einer gesteigerten Flughäufigkeit und der damit verbundenen erhöhten Lärmbelästigung herausgearbeitet. Professor G. Steinebach/Dr.-Ing.M. Rumberg haben eine Gesamtlärmbetrachtung für den Stadtbereich Tiefenbroich und den südlichen Teil von Lintorf gemacht, wo Sraßen-, Güterzug- und Fluglärm in Summe auftreten. Diese Untersuchung basiert auf der Lärmkartierung der Stadt Ratingen und geht auf die beabsichtigte Lärmausweitung insgesamt ein.

Beide Gutachten fußen einerseits auf dem aktuellen jeweiligen Wissensstand und sind spezifisch ergänzt mit einer exakten Prüfung und Analyse der Aussagen in den Planunterlagen, die der Flughafen im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahrens zur Kapazitätserweiterung vorgelegt hat. Die Gutachter stellen konkret die Forderung, dass eine Ausweitung des Flugbetriebs nicht stattfinden darf und dass die gutachterlich dargelegten Erkenntnisse in das Planfeststellungsverfahren unbedingt einzubeziehen sind. Denn die genannten Aspekte sind bislang nicht berücksichtigt. Grundsätzlich gilt, dass die vom Lärm betroffenen Menschen vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschützt werden müssen. 

Gutachten:

Erhöhte Lärmbelastung bei gesteigerter Flughäufigkeit 

Begutachtung Gesamtlärmbelastung Lintorf / Tiefenbroich

Mit weit über 2000 Einwendungen haben sich die Ratinger Bürger gegen den Antrag des Flughafens Düsseldorf auf eine Kapazitätserweiterung gewandt. Sie haben sich dabei der Postkartenaktion von "Ratinger gegen Fluglärm e.V." bedient oder einen eigenen individuellen Einspruch formuliert. Von "Ratinger gegen Fluglärm" wurde umfassend Einspruch erhoben und auf die fehlerhafte Darstellung der inakzeptablen Auswirkungen eines ausgeweiteten Flugbetriebs im Raum Ratingen hingewiesen. Auch die Stadt Ratingen hat sich sehr ausführlich gegen die von der Flughafen Düsseldorf GmbH (FDG) beantragten Steigerung des Flugverkehrs verwahrt und mittels förmlicher Einwendungen die klare Ablehnung des Antrags festgestellt. Mit allen diesen Einwendungen wird die Rechtsposition gewahrt, im weiteren Verlauf des Planfeststellungsverfahrens gegen das Vorhaben der FDG vorzugehen.

Hier unser Anschreiben an die Bezirksregierung: Einspruch Planfeststellungsbeschluss

Nachfolgend finden Sie das in der Veranstaltung vom Donnerstag, 09. Juni 2016 vorgestellte Informationsmaterial für Ihren Einspruch gegen den Antrag auf Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf.

Wenn Sie diese digitale Vorlage für einen Einspruch nutzen möchten, empfiehlt sich Folgendes:

  • Ausdruck der beiden Textseiten der Vorlage,
  • Auschneiden der Vor- und Rückseite der Einspruchspostkarte und Zusammenkleben von Vor- und Rückseite,
  • Ausfüllen der so entstandenen Postkarte (stabil für Postversand)
  • Frankieren und Abschicken oder "Am Eichförstchen 45" bei Neck in den Briefkasten stecken.

Sehr wichtig ist, dass Sie die drei Leerzeilen auf der Einspruchsseite für individuelle Argumente gegen die Kapazitätserweiterung nutzen. Die Texte der Vorlage enthalten Gesichtspunkte, die gegen den Antrag und die absehbaren negativen Folgen für die vom Fluglärm betroffenen Bürger sprechen. Sie können damit Ihre Betroffenheit durch mehr Flüge unterstreichen und Ihren Einspruch verdeutlichen. Außerdem zählt damit Ihr Einspruch als ein persönlicher individueller Einspruch und muss aufgrund der von Ihnen eingetragenen Widerspruchsgründe jeweils als Einzeleinspruch behandelt werden.

Hier das PDF-Dokument

Aufruf_zu_Einspruechen_06_2016.pdf

 

Fluglärm lässt Kinder langsamer lernen

dpa (4. November 2014)

Fluglärm lässt Kinder langsamer lernen. Das ist das Ergebnis der Norah-Kinderstudie, die die Auswirkungen von Lärm rund um den Frankfurter Flughafen untersucht hat.

Ständiger Fluglärm lässt Kinder langsamer Lesen lernen. Das ist das Ergebnis der Norah-Kinderstudie, die die Auswirkungen von Lärm rund um den Frankfurter Flughafen untersucht hat. Die Studie wurde jetzt in Frankfurt vorgestellt. Die Autoren fanden heraus: Je stärker die Lärmbelastung, desto langsamer lernen Kinder lesen.

Weiterlesen ...